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TDKv
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Veröffentlicht 14.02.2007, 17:10 - 000 - in "Änderungen im Straßen-Schwertransport" - [1279]
Von Erik Robin, von der Firma Neukirch, erhielt ich heute die nachfolgende Email zum sehr wichtigen Thema der Schwertransportgenehmigungen:


Zitat:
"Liebe KollegInnen,

seit nunmehr über 30 Jahren werden Ausnahme-Erlaubnisse und Sondergenehmigungen für Schwer-, Spezial- und Großraumtransporte nach dem gleichen Schema erteilt - oder auch nicht.

Unsere Nachbarn in Europa tun sich - insbesondere, wenn es darum geht die eigene Wirtschaft beim Warenabsatz zu fördern - erheblich leichter. Für uns wird es also aller höchste Zeit, daß sich in Deutschland etwas in dieser Richtung tut. Hier müssen wir uns nichts vormachen: Die Veränderungen müssen aus der Politik kommen und neue, vielfach einfachere Rahmenbedingungen für unsere Branche vorgeben.

Am 20. Dezember 2006 haben sich daher, aber auch vor dem Hintergrund eines mittlerweile schlechten Images der Erreichbarkeit der bremischen Häfen bei der Verladerschaft, Vertreter der bremischen Hafenwirtschaft, der Polizei Bremen und Bremerhaven, vom Amt für Straßen und Verkehr in Bremen, vom Magistrat der Stadt Bremerhaven, aus der Versicherungswirtschaft und natürlich auch einzelne Vertreter des Speditionsgewerbes und unserer Zunft getroffen. Auch haben sich interssierte Politiker zu diesem Thema eingefunden. Ziel der Veranstaltung war es, gemeinsam die Sachlage zu erörtern und Verbesserungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Die Straßentransporteure und Spediteure in Bremen haben nachgehend die Hausaufgabe akzeptiert, auf breiter Basis zu erörtern, wie sie die Sache sehen und was aus ihrer Sicht getan werden muß. Um die Schritte in die richtige Richtung zu lenken, möchten wir natürlich zunächst mal wissen, wo der Schuh eigentlich drückt und was Sie uns an die Hand geben können.

Der nächste Schritt kann dann nur darin bestehen, die gemachten Vorschläge sinngebend zu Papier zu bringen, mit den Genehmigungsbehörden abzugleichen und der politischen Ebene, aber auch den Verbänden und Interessenvertretern an die Hand zu geben.

Nur wenn jetzt auf breiter Front über Neuerungen und Erleichterungen nachgedacht wird und nur, wenn sich viele Beteiligte anschließen und engagieren, können wir erwarten gehört zu werden und schließlich das Ziel einer schnelleren Erlaubniserteilung und eines besseren Nebeneinanders von Polizei, Genehmigungsbehörden und Transportunternehmen zu erreichen. Wir verlieren ohnehin schon jeden Tag zu viel an Boden.

Daher bitten wir Sie eindringlich, uns Ihre Ideen, gedanken, Beschwerden, Sorgen und Nöte einzureichen. Das kann gerne auch in Kurzform oder Handschriftlich erfolgen. Die Zeit ist reif und die Gelegenheit ist jetzt da. Wenn wir uns jetzt nicht bewegen, können wir auch von niemandem erwarten, daß er sich für uns bewegt.

Sprechen Sie mich oder aber Herrn Klaus Bunte, Fa. Transgerma GmbH, Tel.: 0421 / 33 95 20, E-mail jederzeit gerne an.

Ich darf Ihnen an dieser Stelle versprechen, daß auch die Polizei Bremen / Bremerhaven und das Amt für Straßen und Verkehr einiges ins Pflichtenheft geschrieben bekommen haben.

Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und Kooperation in dieser wichtigen Angelegenheit!

Mit freundlichen Grüßen / best regards,

i.A. Erik Robin

F.W. Neukirch (GmbH & Co.) KG
Internationale Spedition"

Nutzen Sie die Möglichkeit, auch im eigenen Interesse, Ihre Vorschläge und Ideen zu unterbreiten, damit sich die Situation im Genehmigungswesen verbessert.
___

Carsten Thevessen

Tabellenbücher, Mietkataloge & Schwertransport-Handbücher
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Der Beitrag wurde am 14.02.2007 um 17:34 Uhr von TDKv editiert.
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Leihman


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Veröffentlicht 19.02.2007, 00:42 - 001 - in "Änderungen im Straßen-Schwertransport" - [1282]
Zunächst mal einen Glückwunsch an Erik Robin für den Vorstoß, ein sehr heikles Problem anzufassen und nach Lösungen zu suchen! Bei dieser Thematik besteht tatsächlich erheblicher Handlungsbedarf, und ich muss mich dem anschliessen, dass wir in Deutschland viel zu wenig für die eigenen Interessen tun. Andere Länder sind uns in diesen Punkten tatsächlich weit voraus.

Aber nun zu den konkreten Problemen. Für uns sind die größten Probleme in der Bearbeitung(sdauer) von Genehmigungsanträgen, bzw genauer gesagt in der unterschiedlichen Handhabung selbiger bei verschiedenen Stellen. Für viele Transporte gibt es ausreichend Vorlauf, um eine fristgerechte Beantragung und behördenseitige Bearbeitung der Genehmigung zu erreichen. In manchen Fällen bleibt aber nicht genügend Zeit, um die Mühlen der Behörden rechtzeitig zum mahlen zu bringen. Der Transport muss zum Beispiel aus einer Notsituation heraus kurzfristig durchgeführt werden. In dem Fall kann man Glück haben und man erhält die Genehmigung rechtzeitig. Das ist stark abhängig von den jeweiligen bearbeitenden Stellen oder deren Mitarbeitern. Manche Stellen arbeiten sehr schnell und kooperativ, andere lassen immer noch die eigene "Macht" raushängen. Wenn man dadurch die Genehmigung nicht kurzfristig bekommt, dann bleiben zwei Möglichkeiten: Entweder man fährt nicht und verliert damit den Auftrag und evtl. auch gleich noch den Kunden, oder aber man fährt und riskiert damit ein entsprechendes Bußgeld inkl. Stillegung des Transportes auf der Strecke, wie im letzten Jahr schon mal geschehen. Entscheidet man sich für die erste Variante, findet der Kunde mit Sicherheit einen anderen Transporteur, der sich für die zweite Möglichkeit entscheidet. Damit, liebe Leute, schiessen wir uns aber ins eigene Knie. Wenn wir uns in der Branche einig wären, nicht mehr ohne Transportgenehmigung zu fahren, geht das in dem Moment zu Lasten der Industrie. Mit einer guten Aufklärungsarbeit über die Ursachen (Bürokratie und lähmende Gesetzgebung) könnten wir die Auftraggeber mit ins Boot holen, um gemeinsam gegen den Behördenwahn anzugehen. Die Industrie hat nämlich eine stärkere Lobby als wir. Das sollten wir uns zunutze machen.

Ein weiterer Punkt ist der Umfang der einzureichenden Genehmigungen und der am Ende daraus resultierenden Auflagen. Wenn bei einem Transport mit einer Gesamtlänge von mehr als 50 Meter und einem Gesamtgewicht von mehr als 350 Tonnen, ein Polizist den Achsabstand der Schubmaschine bemängelt, und diesen daraufhin bis zum Eintreffen der korrigierten Genehmigung nicht starten läßt, dann sträuben sich mir die Nackenhaare!!

Ich bin sehr dafür, dass auf unseren Straßen nicht jeder Transport rollen kann wie der Spediteur es möchte. Aber ich plädiere dafür, dass hier mit Augenmass, Verstand und Wohlwollen Hand in Hand gearbeitet wird. Ich hoffe, dass diese Aktion Bewegung in das Genehmigungswesen bringt und wir in Zukunft nicht mehr nur die Doofen sind.


Der Beitrag wurde am 19.02.2007 um 00:46 Uhr von Leihman editiert.
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Monk


46 Beiträge



Avatar von Monk
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Veröffentlicht 08.03.2007, 22:24 - 002 - in "Änderungen im Straßen-Schwertransport" - [1353]
Hallo Leihman,

Du hast interessante Ideen, aber die Industrie wirst Du nicht ins Boot bekommen. Die wollen nämlich Ihre Arbeit erledigt haben und wollen nicht für andere Opfer bringen. Die stehen selber viel zu sehr unter Leistungs- und Kostendruck. Darum gehen die sofort zum nächsten Anbieter, wenn der zuerst Beauftragte nicht kann oder will.

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Helge Peki


4 Beiträge




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Veröffentlicht 14.03.2007, 16:12 - 003 - in "Änderungen im Straßen-Schwertransport" - [1383]
Ich weiß nicht ob es unserer Branche helfen wird, jedoch muß man ja auch positiv denken und hoffen, hoffen, hoffen .... Es wird sich zeigen !! Ich finde den Grundsatz ganz okay und ausbaufähig. Was sagt ihr dazu ??

Hier der betreffende Link dazu: http://www.vemags.de/

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KranundBF3Fahrer


421 Beiträge



Avatar von KranundBF3Fahrer
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Veröffentlicht 20.02.2014, 07:00 - 004 - in "Änderungen im Straßen-Schwertransport" - [10457]
Hat sich da schon was bewegt?
Chris

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Cesto

aus Magdeburg
5 Beiträge



Avatar von Cesto
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Veröffentlicht 19.03.2014, 11:12 - 005 - in "Änderungen im Straßen-Schwertransport" - [10731]
Ja würde mich auch interessieren. Gibt es da schon etwas Neues?
___

Gruß Bernd

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