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~BS-krane


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Veröffentlicht 21.09.2006, 20:39 - 025 - in "Kranunfälle: Würde gern mal hier im Forum.." - [964]
richtig, aber detaillierte Infos auch nicht.

Was versprichst Du Dir (und den übrigen Lesern) davon, wenn jemand hier z.B. Bilder einstellt? Für die betr. Firma ist es sowieso kein Spaß, die unmittelbar Beteiligten wissen auch so, woran es lag; bleibt nur der Sensationseffekt. Geschenkt, brauche ich nicht.

Gib mal bei google "Kranunfall" ein, dann findest Du einiges, was auch im Bubeforum nicht zu finden ist (wobei die Jungs dort zu Recht rigoros alles löschen, was nicht sowieso in der Zeitung steht).

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kranguru
kranfahrer

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Veröffentlicht 23.09.2006, 19:20 - 026 - in "Kranunfälle: Würde gern mal hier im Forum.." - [965]
Hallo

Anfang des Monats hat sich ein ATF 60-3 der Firma Ulferts in Leer mit dem Mast auf einer Halle abgestützt, nachdem seine Last durch Wind ins pendeln geriet. Schäden waren wohl nur mimimal. Wurde leider alles nur von der "Bild" unnötig aufgebauscht.


Hoffe geholfen zu haben

Kranguru

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Monk


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Veröffentlicht 06.11.2006, 13:56 - 027 - in "Kranunfälle: Würde gern mal hier im Forum.." - [1024]
Hier mal eine noch nicht diskutierte Unfallvariante, nämlich ein ausgebrannter Kran durch arbeiten in direkter Nähe zu einer Stromleitung:

http://www.oberberg-aktuell.de/show-article.php?iRubrikID=146&iArticleID=58581

Gott sei Dank besteht für den Fahrer keine Lebensgefahr.

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~gerry


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Veröffentlicht 29.11.2006, 02:05 - 028 - in "Kranunfälle: Würde gern mal hier im Forum.." - [1058]
ein kleines Praxisbeispiel zu diesen Problemen.
Ich habe in einer Firma gearbeitet, bei der das arbeiten in Überlast dauernd die Regel war. Eines Tages war unser 50 Tonner, allerdings wegen schlechtem Untergrund umgefallen, wurde ich auf eine "Baustelle" geschickt, die der 50er erledigen sollte. geschickt wurde ich mit einem 1035, der aber grundsätzlich als 40 tonner verkauft wurde. Ich habe die Arbeit mit schlüsseldrehen erledigt.
Ich habe mich gegen diese Methoden gewehrt. Ich habe in dieser Firma gearbeitet.
mfg

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~KranFahrer


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Veröffentlicht 18.12.2006, 18:00 - 029 - in "Kranunfälle: Würde gern mal hier im Forum.." - [1102]
Habe gerade gehört das letzte Woche bei einem führenden Chemieunternehmen in Ludwigshafen ein 100er umgefallen ist. Es gab keine Verletzten, Anlagenteile wurden nicht beschädigt. Der Kran sollte aufgerüstet verfahren werden; nach meinen Informationen hat sich während der Fahrt der Oberwagen gedreht, d.h. die Schwenkwerksverriegelung war nicht eingelegt.

Wenn Anlagenteile beschädigt worden wären ist es nicht schwer sich die Katastrophe vorzustellen.

Ein Beispiel mehr das die Branche nachdenken muss, z.B. über die Ausbildung der Kranfahrer.
Mir ist unverständlich wie das passieren kann; gerade dort wird Arbeitssicherheit sehr gross geschrieben. Ich habe dort vor Jahren Hausverbot bekommen weil ich mich geweigert habe - IN DER GESCHLOSSENEN KABINE - Helm und Schutzbrille zu tragen.
Auch ich lerne immer wieder dazu, scheinbar sind Helm und Brille (in der Kabine) wichtiger als das kleine Alphabet des Kranfahrens.

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Leihman


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Veröffentlicht 19.12.2006, 17:22 - 030 - in "Kranunfälle: Würde gern mal hier im Forum.." - [1103]
N'abend allerseits,

ich lese hier schon seit einiger Zeit mit und habe mich entschlossen jetzt auch mal meinen Senf beizusteuern.

Ich finde diese Diskussion sehr interessant und bin der Meinung, man sollte das Thema keinesfalls - wie von einigen gefordert - unter den Teppich kehren. Wenn man diverse Online-Nachrichtenportale verfolgt, dann kann man jede Woche mindestens von einem Kranunfall in jedweder Form lesen, meistens, Gott sei Dank, ohne (schwerwiegende) Personenschäden. In Österreich ist zum Beispiel in der letzten Woche ein 30 Tonner umgefallen und hat erheblichen Gebäudeschaden hinterlassen.

Immerhin wird zumindest in diesem Forum wenigstens mal über die Ursachen diskutiert. In meinen Augen greift es aber zu kurz, wenn nur darüber diskutiert wird, ob jetzt der Fahrer oder der Betreiber Schuld haben. Die Frage ist doch vielmehr, wie man Unfälle in Zukunft vermeiden kann. Wie, zum Beispiel, kann schon der Hersteller die häufigsten Unfallursachen durch technische Massnahmen ausschalten? Was können die Betreiber tun, neben einer guten ZUSAMMENARBEIT(!) mit dem Fahrer? Und wie können die Fahrer noch besser geschult werden, damit eben nicht mehr die Schwenkwerksverriegelung vergessen wird (Warum gibt es keine Fahrsperre, wenn der OW nicht verriegelt ist??). In diesem einen Punkt muss ich "Demag AC 1600" Recht geben: "wo Mensch und Maschine arbeiten da passieren Fehler". Aber es muss auch darum gehen, diese Fehler, wenn man sie schon macht, dann nur ein einziges mal zu machen, und kein zweites mal!

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~KranFahrer


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Veröffentlicht 20.12.2006, 09:33 - 031 - in "Kranunfälle: Würde gern mal hier im Forum.." - [1111]
Guten Morgen,

ich kann *Leihmann* nur zustimmen.

Nach Aussage eines Herren der Berufsgenossenschaft der sich hauptsächlich mit Kranen beschäftigt weigern sich die Hersteller das mit dem *Schlüssel* anders zu konstruieren. Begründung ist, das die Käufer dagegen sind.

Vor einiger Zeit war ein Bericht im Fernsehen über einen Kraneinsatz in Österreich, einige werden es gesehen haben, die Kamera war in der Krankabine, der Fahrer sagte noch etwas von: * wir dürfen max. bis 9 m/s Wind arbeiten*, beim Hub ging dann die Abschaltwarnung an, die Vorwarnung piepste schon lange vorher. Die im Fernsehen sichtbare Windanzeige zeigte KLARE 12 m/s & Überlast. Die Last wurde wenn ich mich recht erinnere durch Radlader und Bagger am Schwingen gehindert, und das bei Überlast, mit gedrehtem, festgestelltem Schlüssel.
Solange solche Berichte für Milionen zu sehen sind, bei denen ganz offensichtlich gegen jede Regel verstossen wird, und das nicht einmal Folgen hat, wird sich nichts ändern.
Es ist leider die Regel das der Schlüssel gedreht wird. Vielleicht ändert sich etwas wenn die inzwischen in jedem neuen Gerät vorhandene BlackBox nach Unfällen jeder Art sofort sichergestellt und ausgewertet wird.
Verantwortliche, und zwar alle, müssen zur Verantwortung gezogen werden.

Leider schläft die Berufsgenossenschaft und nimmt ihre Aufsichtspflicht nicht ernst genug. In Net stehen tausende Bilder mit Rüstzuständen die es so nie gab und auch nie geben wird. Grossgeräte mit Abstützvarianten die zum Spielzeugkran passen aber nicht auf Baustellen; (es geht nicht nur darum das ganz einfach die Stützbasis nicht stimmt, vielen ist nicht bekannt das die Stützbalken nur an den vorgesehen Stellen verstärkt sind) wenn ich den Fahrer dann anspreche warum denn die Stützen so seltsam geschoben sind kommt oft: *hier is kein Platz* - ....links steht ein Klohäuschen - rechts ist ein Haufen Sand. ........ Dann muss der Fahrer eben mal auf den Tisch hauen!
Scheisshaus weg !(Sorry für den Ausdruck) Sand weg - sonst geht hier nichts!

In meinem engen Umfeld sind dieses Jahr leider zwei tödliche Unfälle mit Kranen passiert. Die Ursachen und Unfallhergänge sind mir bekannt und es wäre ein leichtes gewesen diese Unfälle mit ein klein wenig gesundem Menschenverstand zu vermeiden.
Ich glaube nicht das nur in meiner Nähe so viel passiert, es wird nur zu selten bekannt. Aber auch ich will und werde keine Namen nennen.

Beim Einsatz von Kranfahrzeugen kommt es immer wieder zu schweren Unfällen an denen nicht immer *der Kran* unmittelbare Schuld trägt.
Es gab es vor kurzem einen tödlichen Unfall bei dem Deckenplatten abgestürzt sind; Unfallursache war der nicht ausgehärtete Beton der Auflager. Obwohl der Statiker davor gewarnt hatte wurden die Arbeiten fortgesetzt......
Ich erlebe es jeden Tag das alles Hopp Hopp gesehen soll, vor 20 Jahren hatten die Leute noch Respekt vor einem 4 Achser, heute versuchen sie teilweise sogar mit einem 6 Achser den Affen zu machen...... mach mal schnell..... ist ja eh nicht schwer für dich...... Wenn ich denen dann sage welche Stützdrücke schon ohne Last anliegen verdrehen sie die Augen - wenn sie kapieren was *Stützdruck* überhaupt bedeutet.
Vieles liegt am Zeit- und Kostendruck was nicht zu Lasten der Sicherheit gehen darf; wenn es *geknallt* hat ist plötzlich Zeit.... und teuer wird es dann erst recht. Oft helfen ein paar gute aufklärende Worte, leider nicht immer, und wenn es eben nicht so geht wie ich es für richtig halte dann breche ich den Einsatz ab.

Dieses Thema hier hilft vielleicht ein wenig Klarheit zu schaffen und Unfälle zu vermeiden, wenn er nur sensibilisiert und der ein oder andere eine Sekunde länger nachdenkt kann viel Unheil verhindert werden.

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~Carsten


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Veröffentlicht 09.01.2007, 14:12 - 032 - in "Kranunfälle: Würde gern mal hier im Forum.." - [1145]
Wo hast du das Bild den her?!?! also irgenwas stimmt da ja nun wirklich nicht ;-)
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Cranesupplier


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Avatar von Cranesupplier
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Veröffentlicht 09.01.2007, 14:34 - 033 - in "Kranunfälle: Würde gern mal hier im Forum.." - [1147]
Ich sehe ein aufgespleistes Hubseilende, das kurz vor knapp im Seilschuh steckt und einen nicht vorhandenen Endschalter. Ist die Aufnahme in Deutschland gemacht worden??
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Vogel


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Veröffentlicht 09.01.2007, 14:42 - 034 - in "Kranunfälle: Würde gern mal hier im Forum.." - [1148]
Also den Waggons und da besonders
den Drehgestellen nach zu urteilen stammt das Bildchen von weiter her..

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kranguru
kranfahrer

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Veröffentlicht 09.01.2007, 16:52 - 035 - in "Kranunfälle: Würde gern mal hier im Forum.." - [1150]
Das Hubseil läuft ausserdem falschrum durch die Kausche!! Das lange Ende muß gerade aus der Kausche rauslaufen.
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christian


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Veröffentlicht 09.01.2007, 22:05 - 036 - in "Kranunfälle: Würde gern mal hier im Forum.." - [1152]
hallo kranfahrer aus mannheim!

hut ab und respekt vor solchen leuten wie dir!


mfg

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Vogel


81 Beiträge

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Veröffentlicht 16.01.2007, 12:57 - 037 - in "Kranunfälle: Würde gern mal hier im Forum.." - [1169]
Dieses Thema gabs auch schon im Hansebubeforum,

glaub nicht das der Kranfahrer ohne ausgefahrenen stützen gearbeitet hat - er wird sie nur nicht verbolzt haben.. Beim Kippen hats die dann reingedrückt.
Allerdings sind Umfaller beim Bäume "halten" an der Tagesordnung,
da haben schon Einige das Gewicht völlig unterschätzt!
Grund ist oft falsche Sparsamkeit, das Abtragen in handlichen Stücken dauert länger und ist somit halt teurer. Das gezeigte Ergebnis allerdings auch..

Andreas

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~Carsten


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Veröffentlicht 16.01.2007, 16:01 - 038 - in "Kranunfälle: Würde gern mal hier im Forum.." - [1171]
Also ich bin zwar nicht der Große Experte auf diesem Gebiet, aber wenn ich mir die Bilder so ansehe, dann würde ich schon sagen, dass das auf menschliches Versagen zurückzuführen ist, da bei einer Voll ausgefahren Abstützung ein viel größerer Raum benötigt wird als etwas mehr als der seitenstreifen
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christian


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Veröffentlicht 19.01.2007, 19:38 - 039 - in "Kranunfälle: Würde gern mal hier im Forum.." - [1189]
ich habe hier auch einen sehr ähnlichen vorfall, der auch erst vor kurzem passiert ist. ich tippe auf einen möglichen ballast-programmierfehler des fahrers - mit traurigen folgen,


jedoch - gottseidank - ohne personenschaden!



http://steiermark.orf.at/stories/157158

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Liebherr


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Veröffentlicht 25.01.2007, 21:12 - 040 - in "Kranunfälle: Würde gern mal hier im Forum.." - [1210]
@KranFahrer

nicht nur das war leichtsinnig. Im Artikel wird es als Glück geschrieben, dass der Fahrer zum Unfallzeitpunkt nicht im Kran saß. Ansich nichts gegen einzuwenden, aber, ist es nicht eigentlich verboten den Kran zu verlassen, wenn er eine Last am Haken hat?

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~Schnatter


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Veröffentlicht 06.02.2007, 18:43 - 041 - in "Kranunfälle: Würde gern mal hier im Forum.." - [1254]
Hallo Mitglieder des Forum,

habe per Zufall von diesem Forum Kenntnis genommen und die Beiträge von Euch gelesen. Der ein oder andere Beitrag hat mich dazu gebracht, meinen Senf dazu abzugeben. Sind ja schon manche Kommentare dabei, die man so nicht im Raum stehen lassen kann.

Thema: Schlüssel drehen und Kran fahren....Grob fahrlässig !!! Kann so nicht im Raum stehen bleiben. Es gibt Situationen, da ist es sinnvoll den Schlüssel zu drehen....zur eigenen Sicherheit...............klingt krotesk ist aber so.

Erklärung: Wir sprechen von 75% Kranleistung in Deutschland...gleicher Kran im Ausland 85 % Leistung. Bei einem Lastfall, der noch im 75% Bereich liegt...aber eben kurz davor ist zu 76% zu werden. Beispiel: Nehme ein Bauteil auf und erkenne dabei, daß ich Nahe der 75 % Grenze bin...aber noch davor. Diese Last soll ich nun, 2mtr nach links schwenken und dann in 3 mtr Höhe aufsetzen. Auf Grund von mehreren Hüben bei der Vormontage war ich schon am Bestimmungsort...kenne also die Ausladung. Ist ne sensible Last am Haken und muss millimetergenau aufgesetzt werden. Ich weiß also genau im Vorfeld, daß ich beim Aufsetzen bei 75% bin. Da drehe ich vorher den Schlüssel um zu vermeiden, das die Abschaltung kommt und die Kranbewegung unterbricht......denn damit käme meine Last zum Schaukeln.
Mach den Jungs da draussen mal klar, daß der Kran die Last jetzt keine 5 cm mehr weiterbringt. ( Ich rede von 5 cm und keine Meter).
Da kann man nicht von grob fahrlässig sprechen.

Das schlagartige abschalten ist da viel gefährlicher...denn die Winde bzw. der Ausleger macht schlagartig zu. Hast du dann ne lange Peitsche draußen ist das weitaus schädlicher für den Kran als 0,5 oder 1% sanft drüber zu gehen.

Nimm nen Großkran mit Wippe und montier ne Antenne. Ne Windböe kommt, wenn Du an der Grenze bist. ( An der Grenze...nicht darüber) Toll wenn dann die Mühle stehen bleibt, weil der Wind dich in die vermeintliche Überlast gebracht hat. Da tanzt die Antenne Tango. Da will ich drüber informiert und gewarnt werden, damit ich raus aus der Situation komme. Aber nicht alles stopp.

Thema Unfall Chemiebude Lu von KranFahrer kommentiert.

Weiß von dem Unfall und kenne den Fahrer. Den Kommentar von KranFahrer ist leichtfertig beurteilt...ohne die Fakten zu kennen.....und falsch. Der Fahrer von dem 100er ist sehr wohl ausgebildet und kein Anfänger. Sicherlich hat auch die Routine mitgespielt. Aber es hat auch die Technik versagt. Es ist halt nunmal so, daß keiner seine angezogene Handbremse überprüft....versucht das Auto wegzuschieben...um zu prüfen ob nur der Hebel mit Kraft hochgezogen wurde und eingerastet...aber auch tatsächlich die Bremsbacken gespreizt. Wir Flachlandtiroler haben halt wenig Gelegenheit, das am Berg zu testen. der Junge hat sich eben auf die Technik verlassen und diese nicht nochmals zusätzlich geprüft. Sie hatte ja auch mal funktioniert...aber eben nur hatte...an diesem Tag eben nicht.

Und das Werksverbot wurde damals auch nicht wegen der Tatsache (kein Helm +Brille in geschlossener Krankabine) erteilt...sondern der Art und Weise der Reaktion gegenüber dem Veranlasser....war ein Machtspiel. Hitzblitz ist nicht immer gut. Die Sache wurde dann später ( 1-2 Tage) geklärt und es wurde von dieser Forderung abgegangen. ( bei 35 Grad im Sommer) War schon heftig. Das war aber nicht die Chemiebude sondern ein externer, der mit der Sicherheit dort beauftragt war. Diesem wurde sachlich und fachlich klar gemacht, daß diese Forderung hinrissig war....und er hat es eingesehen.
Mit Worten kann man viel erreichen...in beiderlei Hinsicht, demzufolge ist Besonnenheit eine Tugend und Spontanität nicht immer gut.

Thema Unfälle allgemein:

Kann nur beipflichten, daß es in der Branche oftmals gehandhabt wird, 50 tons als 70-80 tons loszuschicken. Muss aber differnziert werden - aus bzw. mit welchen Gründen das gemacht wird.
Nein beim Thema Überlast, 50 tons mit Überlast bringt den Wert vom 70iger.
Kein Problem wenn das im Traglastbereich des 50ziger liegt....nur weil der Wettbewerb eben nen 70ziger mit 40 mtr Tele hat und den angeboten, kann ich doch meinen neuen 55 iger hinschicken..hat ja 43 mtr. Da kriegt man zumindest mal mehr Marge. Wenn man dem Kappo am Telefon sagt, das kann ich mit meinem 55 iger machen... ist gleich wieder ein Abschlag drauf.

Im Endeffekt ist es mir egal was auf dem Auftrag steht. Wenn der Kunde einen passenden Kran bekommt und dieser auch ohne Probleme die Arbeit tätigt....dann kann von mir aus ein 50 tons für nen 100er rausfahren. Irgendwo ist das Betrug...aber an wem???
Schreib Telekran drauf und zahlt ne vernünftige Marge, dann wäre alles kein Problem.

Vergleich doch mal die Tabellen vom alten GMK 200 mit dem alten Liebherr LTM 1160. Da hebt der Liebherr in vielen Bereichen mehr. Wenn dnn der Kran als 200 tons verkauft wird...ist das doch legitim.

----------------------

So jetzt habe ich erst mal genug Senf abgegeben. Bin mal auf Euer Echo gespannt.

Bis demnächst.

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~Schnatter


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Veröffentlicht 07.02.2007, 07:10 - 042 - in "Kranunfälle: Würde gern mal hier im Forum.." - [1258]
Hallo KranFahrer,

dnke für die Belehrung und die Information. Gibt verschiedene Regeln hier für das Forum, die eingehalten werden sollten.

Somit wollen wir das 75% Thema draussen lassen...gebe ich Dir Recht.

Das Dein Vorfall 20 Jahre alt ist konnte ich nicht wissen, denn vor nicht allzu langer Zeit hat sich ein ähnlicher Vorfall dort abgespielt....:--))

Mit Schlüssel rum im Grenzbereich hast Du mir ja schon beigepflichtet. Natürlich meine ich damit nicht täglich bzw. mehrfach täglich...da pflichte ich Dir bei. Auch zwischen den Zeilen sollte man nicht lesen....ich meinte keinen Sturm oder starken Wind. Aber eben im Grenzbereich, reicht ja auch bei schwachem Wind das aus. Hinter der Gebäudefassade hochziehen...und dann auch dem Dach kommt von hinten der Wind. Der drückt halt auf die Last.

Zum Unfall sein noch erwähnt, daß der Bolzen nicht durch Kontrolleuchten - leider - abgesichert ist. Der Bolzen war betätigt oder eben nicht richtig drin. Den kann man aber auch nicht reindrücken, denn er soll per Eigengewicht reinfallen. Wenn dann auch die Schwenkbremse - trotz einschalten - nicht funktioniert - wirds kritisch. Im übrigen habe ich unter dem Schlagwort von Dir nix im Netz gefunden.

Bis demnächst.

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christian


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Veröffentlicht 07.02.2007, 17:06 - 043 - in "Kranunfälle: Würde gern mal hier im Forum.." - [1260]
ich auch nicht... (gefunden)
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qwiddi

aus Norden
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Veröffentlicht 24.02.2007, 14:03 - 044 - in "Kranunfälle: Würde gern mal hier im Forum.." - [1301]
Hallo erst mal,hab das Forum erst leider jetzt endteckt.Das Thema ist meine Ansicht nach sehr interessant und leider wird es totgeschwiegen.Ich fahre seid 17 J. Mobilkrane und bis vor ein paar Jahren hat es auch sehr viel Spass gemacht.Seid 2 J. vermiete ich mich als Fahrer und die Bedingungen sind für mich wieder etwas besser geworden.Da zurzeit die Kranunternehmer in meinem Umgebung an Fahrermangel leiden,hab ich auch gut Arbeit.Was ich aber in den letzten Jahren beobachte,das Unternehmer einfach neue Mitarbeiter einstellen und mit einer Kurzeinweisung losgeschickt werden.Jeder fängt ja mal an,aber wie einige neue Aufgabenbereich annehmen und dann ausfüheren,ist schon fahrlässig.War gestern Abend erst auf einer Betriebsversammlung (ca. 30 LKW/Kranfahrer) und Schwerpunkt war Schadensbilanz (100%).Das Unternehmen reagiert darauf mit Analysen und Teamplayer parolen.Das es zu den meisten Unfällen aber an Unerfahrenheit lag,wollte die Geschäfftsleitung erst garnicht sehen.Dazu kommt der emense Konkurenzkampf,d.h. es wird jeder Auftrag angenommen,egal wie aber das bekommen wir schon hin.Des weiteren gibt es Leute,die das Aufgabengebiet wechseln sollten und das machen was Sie auch wirklich können.

Der Beitrag wurde am 24.02.2007 um 14:08 Uhr von qwiddi editiert.
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~jib


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Veröffentlicht 29.03.2007, 09:01 - 045 - in "Kranunfälle: Würde gern mal hier im Forum.." - [1430]
Guten Morgen zusammen,

habe heute mit Interesse die ganzen Artkel gelesen und bin erstaunt, dass es auch andere gibt die sich um das Thema kümmern.

Ich bin als Kranvermieter tätig und habe das Thema Arbeitssicherheit schon eine Weile im Fokus. Die größten Probleme meines Erachtens sind:

* fehlende Lobby. Niemand kümmert isch darum weil lauter Indiviualisten sich mit dieser Branche beschäftigen.
* fehlende Berufsbilder. Nur so ist es möglich "einfach loszufahren" Rein rechtlich brauchen wir nichts. Erst wenn was passiert ist wird gefragt.
* Der Job ist ein "Abenteuer" und "für Helden" gemacht. Viele wollen gar nicht, dass sie in Ihrem Handeln und Tun eingeschränkt werden.

Dass wir was tun müssen, ist wohl jedem in diesem Forum bekannt. Nur alleine schafft das niemand. War schon bei IHK und beim DIHK wegen dieser Dinge. Dort wird erklärt, dass wir nachweisen müssen, dass es notwendig ist hier rechtliche Grundlage zu Ausbildung und Betrieb zu schaffen. Eigentlich reichen doch schon BG Regeln und UVV'en.

Tja, stehter Tropfen hölt den Stein. Solange aber die Anwendung einer Schreibmaschine rechtlich genauer geregelt und die Ausbildung zur Benutzung klar festgelegt ist und die eines Kranführers nicht, solange werden wir weiter in diser Gasse stehen...

Gruß aus BaWü

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TDKv
Dienstleister für Kranvermieter
aus Detmold
1101 Beiträge

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Avatar von TDKv
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Veröffentlicht 29.03.2007, 13:50 - 046 - in "Kranunfälle: Würde gern mal hier im Forum.." - [1435]
Dazu paßt dann wohl auch die Nachricht, dass es in der letzten Woche in NRW leider erneut einen tödlichen Unfall gegeben hat.
___

Carsten Thevessen

Tabellenbücher, Mietkataloge & Schwertransport-Handbücher
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Liftprofi


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Veröffentlicht 29.03.2007, 15:39 - 047 - in "Kranunfälle: Würde gern mal hier im Forum.." - [1438]

Zitat:
TDKv postete
Noch ein Carsten


Zitat:
cranedriver66 postete
Das zieht eben auch nach sich, das es Geräte gibt die nur laufen wenn man den Schlüssel gedreht hat ...

Das habe ich allerdings auch noch nicht gehört!


Zitat:
und da wir heute alle auf unseren Arbeitsplatz angewiesen sind, hält man dann eben den Mund und macht weiter obwohl man sich bewusst ist das es ein FEHLER ist.

Letztlich riskierst Du doch damit auch DEINE EIGENE Gesundheit.


Zitat:
Grosse Probleme sind auch die UVV-Abnahmen die in meinen Augen teilweise käuflich sind und durch die Kranfahrer oft in arge Schwierigkeiten kommen. Hier ist eine bessere Kontrolle der Prüforganisationen von Nöten, denn die Herren haben oft nicht die Bohne Plan von den komplexen Geräten.
Ich könnte noch mehr aus dem Nähkästchen plaudern, aber Christian ist ja der Meinung das es Schuld des Fahrers ist wenn was passiert.
LG Carsten

Käuflich, oder dem zunehmenden Druck durch Wettbewerb und Kosteneinsparungen geschuldet?


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~Carsten


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Veröffentlicht 23.04.2007, 17:15 - 048 - in "Kranunfälle: Würde gern mal hier im Forum.." - [1529]
Das hier hab ich vorhin gelesen, ist bei uns im Hafen heute morgen passiert:

Edit: 51°32'51.01"N
7°26'20.11"E Das sind die Koordinaten des Hafens, wo der Unfall passierte. Einer der beiden Kräne ist es...
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Dortmund (dpa) - Beim Verladen von Kohle ist am Montagmorgen im Dortmunder Hafen ein 350 Tonnen schwerer und 40 Meter hoher Verladekran auf die Kaimauer und ein Schiff gestürzt.


Der Kranführer wurde aus seiner Kanzel in fünf Metern Höhe auf das zur Verladung bereitstehende Schiff geschleudert. Er schwebe in Lebensgefahr, teilte die Wasserschutzpolizei in Dortmund mit. Der Industriehafen wurde vorerst für den Schiffsverkehr gesperrt. Bei zu starkem Wellengang drohte der Kran nach Angaben der Polizei vom Schiff abzurutschen und ins Hafenbecken zu stürzen. In der Nähe des Hafenbeckens mussten Schiffe ihr Tempo drosseln.

"Die Sperrung kann noch Wochen dauern", sagte der Sprecher der Wasserschutzpolizei Thorsten Heske. Die Aufräumarbeiten sollen erst in einigen Tagen beginnen. Der riesige Kran und der bewegliche Untergrund, auf dem er liegt, machten die Bergung problematisch. "Viele Teile sind ineinander verkeilt. Die müssen erstmal auseinander geschweißt werden", sagte Heske.

Derzeit ermittelt die Kriminalpolizei am Unfallort. Bisher sei noch völlig unklar, warum der Kran umgestürzt ist. "Zum Zeitpunkt des Unglücks hat er keine Last getragen", sagte Heske. Der tonnenschwere Verladekran wurde 1970 im Dortmunder Hafen aufgebaut. Er sei regelmäßig vom TÜV kontrolliert worden, teilte die Wasserschutzpolizei mit. "Bei entsprechender Wartung kann so ein Kran 100 Jahre und länger seinen Dienst tun", sagte Heske. Im Dortmunder Industriehafen ist derzeit noch ein zweiter, baugleicher Kran im Einsatz.


Der Beitrag wurde am 23.04.2007 um 19:29 Uhr von Carsten editiert.
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~Carsten


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Veröffentlicht 25.04.2007, 15:46 - 049 - in "Kranunfälle: Würde gern mal hier im Forum.." - [1540]
Ich denke, der hat sich die Infos vorher von Kundigen Leuten geben lassen.
Der Kranfahrer schwebt übrigens immer noch in Lebensgefahr.
Ich habe Bilder in der Zeitung gesehen, das sieht schon übel aus...
Ich finde aber leider kein Foto mehr....

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